Funkeinrichtungen bei der von Hans Waldburger, SEAK, Zürich |
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Die SZU verfügt über Funkeinrichtungen von ABB Typen RT 21 und RT 41. Alle drei Frequenzen sind (noch) im 2-Meter-Band. Kanal 1 ist der Rangierfunk Zürich Giesshübel, Kanal 2 dient vor allem dem Depot- und dem Güterzugsmanöver sowie der Museumsbahn, Kanal 3 ist der eigentliche Zugsfunk. Einen weiteren eigenen Kanal hat die Luftseilbahn. Da dort der Funk nur sporadisch, vor allem bei Revisionen benötigt wird, sind auf demselben Kanal die Verkehrskadetten Zürcher Oberland, die an schönen Sonntagen den Verkehr regeln. Früher gab es zudem noch eine Funkanlage für die Lastwagen des Cargo-Dienstes. Den Zugfunk-Kanal teilt die SZU mit der Biel - Täuffelen - Ins-Bahn (BTI) die sich heute Aare Seeland Mobil nennt und der BVZ - Zermatt-Bahn. Erstere hört man regelmässig auf dem Üetliberg; die BTI hat darum die Zug-Nummern gewechselt, um Missverständnisse zu verhindern. Man erkennt an den unterschiedlichen Mundarten, welche Bahn "auf Sendung" ist ("Iuu, mer göi zum Hurni ache ..). Die BVZ-Geräte hört man sehr selten, am ehesten, wenn sie für eine Bergrettung in grosser Höhe verwendet werden oder besondere Witterungsverhältnisse bestehen. Die Frequenzen sind von der PTT (heute Swisscom) zugeteilt worden. |
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Foto: Rolf Benz |
| Die Fixstation mit einer von der Swisscom bewilligten Leistung von 35 - 40 Watt befindet sich in Zürich Giesshübel. Die Mobilstationen weisen Leistungen von 8 - 10 Watt auf, ebenso der Tunnelfunk im Sihltunnel (mit abstrahlendem Kabel). Alle Triebfahrzeuge und Steuerwagen wie auch die Strassenfahrzeuge besitzen fest eingebaute Geräte mit Antenne. Diese Stationen sind lediglich in zwei "Funklöchern" unmittelbar auf der Station Uitikon Waldegg und gegen Sihlbrugg hinauf nicht immer einwandfrei zu erreichen. Für die Rangierer, Sicherheitswärter, Kontroll- und Aufsichtspersonal usw. sind tragbare Geräte vorhanden, deren Reichweite beschränkt ist, von der Leitstelle aus bis etwa Berghof bzw. Sood. Bei günstigen Verhältnissen hat man allerdings auch noch von Ringlikon oder Sihlwald aus Verbindung. Für die historischen und für fremde Fahrzeuge verwendet man tragbare "Koffer", in die auch die (auf der Sihltalstrecke nicht mehr und auf der Uetliberglinie nicht mehr lange verwendeten) Ansteuerungen von Barrieren und Signalen eingebaut sind. Auf der Dampflokomotive ist das Gerät an eine fest eingebaute Antenne angeschlossen, um die Verständigung zu erleichtern. Die Endstation Sihlbrugg wird durch das Fernstellwerk Zug ferngesteuert, da muss ohnehin das Diensttelefon verwendet werden. Im Bereich Giesshübel (Betriebsleitstelle, Werkstätte usw.) sind die Empfangsstationen mit Drahtleitungen untereinander verbunden. Wo die Funkgeräte nicht ausreichen, verwenden die Zugbegleiter von den Museumsbahn-Zügen aus notfalls die Info-Gegensprechsäulen auf den Stationen oder das Diensttelefon; neuerdings auch private oder bahneigene Natels, dasselbe gilt auch für einzelne Kompositionen fremder Bahnen, bei denen die Abgabe eines SZU-Funkgerätes zu umständlich wäre. Dies gilt vor allem für die SOB-Züge, deren Führer im Sihltal streckenkundig sind. Die seit anfangs 1999 verkehrenden Baumaterial-Blockzüge auf der Strecke Zürich Wiedikon - Höcklerbrücke haben nur SBB-Zugfunk; auf der SZU-Strecke wurden für deren Lokführer einige Lok-Wechselsprecher eingerichtet. Mit der Ausrüstung einiger Stationen mit Zwergsignalen und gesicherten Rangierfahrstrassen einerseits und dem starken Rückgang des Rangier- und Güterzugverkehrs hat der Funkverkehr merklich abgenommen. |
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Der eingebaute SBB-Zugfunk ist mit der SZU nicht kompatibel. Die Lokführer benutzen deshalb die extra eingerichteten Wechselsprecher oder notfalls auch ein Handy zur Kommunikation mit der SZU-Leitstelle. Foto: Rolf Benz |
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© 2000 by Hans
Waldburger/SEAK, CH-Zürich |
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