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SBB-Bahnknoten
Zürich SEAK-Rundgang Ein Reisebericht von Urs Nötzli (Text) und Bart de Bock (Bilder)
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| Dass die Zürcher SBB-Depots und -Anlagen immer noch nicht von ihrer
Attraktivität eingebüsst haben, konnte die SEAK-Reiseleitung am Sechseläuten-Montag*
hautnah erleben. Über 70 Teilnehmer hatten es sich nicht nehmen lassen, diese zu
besuchen! Ein Potential an Goodwill dass auch die modernen Manager der Bahn nicht
missachten sollten!
Da mehr als 70 Teilnehmer angemeldet waren, musste das Programm in zwei Gruppen, sozusagen gegeneinander marschiert werden! Zwar gab es keinen Konterlauf wie am gleichentags durchgeführten Umzug der Zünfte am Sechseläuten in der Innenstadt, aber die Aufteilung der Besichtigungsorte war notwendig. So besuchte der eine Teil zuerst die Depots, der andere Teil die UA-Herdern und wechselte dann per VBZ-Bus die Lokalitäten. * Sechseläuten ist ein lokaler Feiertag, siehe http://www.sechselaeuten.ch |
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Unterhalts- und Abstellanlage Zürich-Herdern |
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Die neue Unterhaltsanlage Herdern (manchmal auch Depot H genannt) besuchte der Chronist mit der einen Gruppe zuerst. Vom Chef der Anlage empfangen konnten wir gleich nach einer kurzen Übersicht über das Areal in den Untergrund wechseln. |
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Fahrzeug-Reinigung
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Service-Plattform Zürich Reinigung und Unterhalt wurden bis anhin selbstständig geführt. Neu werden diese zusammengelegt, wobei die bisher getrennten Dienste miteinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen können. So werden die Fahrzeuge in der gleichen Zeit gewartet wie gereinigt. Leichtere Reparaturen werden so schneller und effizienter erledigt als bisher - die Leute kennen die Fahrzeuge besser, der Reinigungsmann kann von seinem Unterhaltskollegen lernen, gewisse Reparaturen selbständig zu erledigen, umgekehrt kennt nun ersterer auch die Mittel, um hartnäckige Verunreinigungen zu beseitigen.
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Nervenzentrum Herdern Wo sich Gleise treffen, braucht es Weichen und diese wiederum müssen bedient werden. Deshalb steuert das Stellwerk Herdern, im westlichen Teil des langgestreckten Gebäudes liegend, die Anlagen mit Rangier und Zugsfahrstrassen.
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SBB-Depot Mit einem VBZ-Bus wurden wir nach dem Depot G gefahren, wo uns drei Lokführer in Empfang nahmen. Nach einer kurzen Begrüssung, wobei sich herausstellte, dass pensionierte Berufskollegen mit uns auf "Inspektionstour" waren wurden wir aufgeteilt. Aber - jetzt ging es nicht nach (früheren) "Schemas F", sozusagen auf "Familientürk"! Nein - unser "Führer" fragte uns, was wir sehen möchten. Damit haben diese Leute den "Nagel auf den Kopf getroffen"! Genau dies war gefragt und so bestiegen wir eine 460, jemand musste (oder durfte) auf dem Führersitz Platz nehmen und dann hiess es: "Schalt ein, dann dies, nun schau was geschieht... !" Dies verblüffte alte "Eisenbahnkäppen" wie den Chronisten doch sehr, konnte er sich doch an frühere SEAK-Exkursionen erinnern, wo kaum was angerührt werden durfte! Doch mit ihrer offenen und kommunikativen Art, dazu trug auch bei, dass sie uns das Du anboten - es sei einfacher, machten sie aus einer "hundskommunen" Depotführung ein Erlebnis besonderer Art! Es möge diese Art "des Betriebes vorstellen" zur Nachahmung empfohlen werden und den in den "Tintenburgen" und "Kravattensilos" tätigen, teils welt- oder besser bahnfremden Manager ans Herz gelegt werden. In recht anregenden und auskunftsfreudigen Gesprächen konnte viel interessantes erfahren werden. Die Erfahrung mit den modernen Fahrzeugen wurden uns nicht vorenthalten. Die drei SBB-Mitarbeiter nahmen kein Blatt vor den Mund, sie gaben ihre Meinung kund, aber zugleich spürte man auch das "gewisse Feuer" in ihnen, dass uns alle ansteckte. Dass dabei die Zeit davonlief störte weiter nicht, auch wenn viele den Bus verpassten! Grosse Freude herrschte bei Doris Zwald-Bipp, hing doch das von ihr anlässlich der Abschiedsfahrt des RABe (ex TEE II) im Führerstand aufgehängte graue Mäuschen noch immer dort. Gerne hätten uns die Lokführer diesen schönen und legendären Zug auch von innen gezeigt, leider war er von innen her versperrt, zum Trost konnten wir uns noch "ein Auge voll" von einem Reservedrehgestell des TEE nehmen. Es ist zu hoffen, dass dieser Zug restauriert erhalten bleibt und die Bemühungen von Hans G. Wägli von Erfolg gekrönt werden. Ein besonderes Augenmerk galt auch den im Depot F remisierten Dampffahrzeugen: dem Üerikon - Bauma - Bahn-Dampftriebwagen sowie der B 3/4 1367, wobei sich mancher nicht verkneifen konnte, ein Blick in die Führerstände dieser Fahrzeuge zu werfen und die schönen Messingarmaturen zu bewundern. Drüben im Depot G war noch die früher im Giesshübel remisierte E 3/3 8516 zu sehen. Da auch hier dem Tage entsprechend nicht gearbeitet wurde, konnten wir leider die Unterflurdrehbank nicht in Aktion sehen. Trotzdem - es war für die Beteiligten eine gute und interessante Exkursion, vielleicht schon bald die letzte ins Depot G, da dessen Bestand nicht gesichert ist? |
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© 2001 by Urs Nötzli/SEAK, Zürich & Bart de Bock/SEAK, NL-Zeewolde |
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