SEAK-Exkursion am 4. März 2000 zur
RM |
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Auch dieses Jahr hat der SEAK wieder ein attraktives Jahresprogramm vorbereitet. Die erste Reise in diesem neuen Jahrtausend führte zur Regionalverkehr Mittelland AG (RM). Neben der schönen Reise ins Bernbiet, bot das Programm eine Besichtigung der Werkstätte Oberburg, einen Besuch des Fernsteuer-Zentrum in Hasle-Rüegsau und eine Extrafahrt mit dem historischen EBT-Triebwagen BDe 2/4 240 (Baujahr 1932) mit den beiden Party-Wagen Bi 523 & 524 (Baujahr 1934). Das Mittagessen war im Restaurant Weißes Kreuz in Hasle-Rüegsau vorgesehen. Für mich als holländischer "Schweizer Eisenbahnfreund", also eine besondere Gelegenheit. Darum bin ich in die Schweiz geflogen, um diese SEAK-Exkursion miterleben zu können. |
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Dass Logo welche diese herrliche Regionalbahn nützt, ist ein Entwurf des umstrittenen Stardesigners Colani. Die Regionalverkehr Mittelland AG (RM) entstand am 1. Januar 1997 durch die Fusion der ehemaligen EmmentalBurgdorfThun Bahn (EBT), der SolothurnMünster-Bahn (SMB) und den Vereinigten Huttwil-Bahnen (VHB). Die EBT ihrerseits vereinigte die damaligen Privatunternehmen Emmenthalbahn (EB, Eröffnung 25. Mai 1875, verlängert bis Langnau am 12. Mai 1881) und BurgdorfThun-Bahn (BTB, 21. Juli 1899). Die SMB nahm am 1. August 1908 ihren Betrieb auf. |
Die VHB sind ebenfalls aus einer Fusion hervorgegangen. Per 1. Januar 1944 vereinigten sich die LangenthalHuttwil-Bahn (LHB, 1. November 1889), die HuttwilWolhusen-Bahn (HWB, 9. Mai 1895) und die RamseiSumiswaldHuttwil-Bahn (RSHB, 1. Juni 1908) zu den Vereinigten Huttwil-Bahnen. Die HuttwilEriswil-Bahn (HEB, 1. September 1915) wurde bereits am 1. Januar 1927 von der LHB übernommen. Heute weisen die Strecken eine Länge von 167km (EBT 76km, SMB 23km, VHB 68km) mit einem maximalen Gefälle von 28 auf. 76 Bahnhöfe oder Haltestellen (EBT 31, SMB 12, VHB 33) sind an der Strecke verteilt, wovon 10 Stück von den SBB mitbetrieben werden. |
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| Anzahl | Fahrzeug | Bemerkungen |
Lokomotiven |
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| 7 | Be 4/4 (101-106, 171) | Alte Lokomotiven von 1932-33 wovon die meisten ausrangiert werden. Zwei Maschinen bleiben als historische Fahrzeuge erhalten. |
| 5 | Re 436 (111-114, 181) | Gleiche Bauart wie SBB Re4/4 III, Baujahr 1969 & 1983 |
| 2 | Re 456 (142, 143) | Moderne Tyristor-Lokomotiven, Baujahr 1993 baugleiche Lokomotiven bei der BodenseeToggenburg-Bahn (BT) |
| 5 | Ee 936 (131-135) | Lokomotiven für Rangierbetrieb, Baujahr 1967 (131) & 1991-92 (132-135) |
| 2 | Em 836 (361, 361) | Henschel Diesel-Lokomotiven, Nummer 361 Baujahr 1958, Umbauten/Modernisierung 1986; Nummer 362 Baujahr 1965, Umbauten/Modernisierung 1985 |
Traktoren |
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| 9 | Te 216 I (321-329) | Elektrische Traktoren, Baujahr 1944-1963, Umbauten/Modernisierung 1976-1983 |
| 5 | Te 216 III (301-305) | Elektrische Traktoren, Baujahr 1945-1952, Umbauten/Modernisierung 1986-1989 |
| 11 | Tm 236 (310-312, 314, 316, 318, 371, 372) & Tm 13, 52, 54 | Thermische Traktoren, Baujahr 1961-1978, Umbau/Modernisierung 316 in 1996 |
Triebwagen |
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| 1 | BDe 2/4 240 | Historischer Triebwagen von 1933 |
| 4 | De 586 (235, 236, 266, 267) | Gepäck Triebwagen, Baujahr 1932-33, Umbauten/Modernisierung 1980-81 |
| 3 | BDe 576 (201, 251, 252) | Hochleistungstriebwagen BDe4/4 von 1966, baugleiche Fahrzeuge bei BT und SOB |
| 8 | RBDe 566 I (221-226, 261, 281) | Triebwagen aus den Jahren 1973-74, modernisiert von 1993 bis 1997 |
| 13 | RBDe 566 II (227-233, 262-265, 282, 283) | Moderne Triebwagen Baujahr 1984-85 |
Reisezugwagen |
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| 27 | Steuerwagen (ABt & Bt) | 1. + 2. Klasse |
| 5 | Reisezugwagen (AB) | 1. + 2. Klasse |
| 28 | Reisezugwagen (B) | 2. Klasse |
| 6 | Reisezugwagen mit Gepäckabteil (BD & BDi) | 2. Klasse + Gepäckabteil |
| 6 | Historische Wagen | 4 Bi-Wagen (Offene Plattform 2. Klasse), 1 WR (Speisewagen) & 1 SR (Salon) |
Dienstwagen |
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| 2 | Privat Dienstwagen (V) | Swisspack + Liliba AG |
| 67 | Dienstwagen (X) | |
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Am Samstagmorgen, den 4. März 2000 war die Besammlung für mich schon sehr früh; um 07:15 Uhr im Hauptbahnhof Zürich beim Abfahrtsgleis, diesmal Gleis 16. Für mich hiess das Abfahrt in Zürich-Wollishofen um 06:35 Uhr. Ich hatte mich sehr gefreut auf diese Reise, da ich die RM sehr gerne mag. Eine interessante Bahngesellschaft in einer sehr schönen Landschaft. Glücklicherweise kann ich im Nachhinein sagen, dass ich in den Erwartungen nicht enttäuscht wurde. Offenbar denken noch andere so wie ich, haben sich doch rund 40 Personen für diesen Ausflug angemeldet. Die meisten sind zusammen mit uns in Zürich zur Gruppe gestoßen. Es war schön, wieder die bekannten Gesichter von den SEAK-Mitgliedern sehen zu können. Wie ich vergangenen Jahren schon gesehen habe, waren auch an diesem Ausflug erfreulicherweise wieder einige Damen dabei. |
Mit dem D 2710 in
einem reservierten Einheitswagen IV, sind wir püktlich um 07:30 Richtung Burgdorf
abgefahren. Eine schnelle komfortable Reise von 1½ Stunden. Wie an SEAK-Reisen üblich,
war dafür gesorgt, dass wir in allen Zügen während dem ganzen Tag über reservierte
Wagen verfügten. Das ist sehr angenehm, weil die Züge in der Schweiz am Wochenende
oftmals voll besetzt sind. Ohne Verspätung trafen wir in Burgdorf ein, wo wir uns zum
nächsten Zug (RX 4924) beeilt haben, mit dem wir nach Oberburg gefahren sind. Dort
befindet sich die RM-Werkstätte - unser erstes Tagesziel. Vom Bahnhof Oberburg zur
Werkstätte wurde die Gruppe mit einem Extrazug gefahren. In der Werkstätte angekommen, trafen wir den Leiter dieses Betriebes, Herrn Ruedi Beutler, dipl. Ing. HTL, (Leiter der Werkstätte), der die Führung unserer Reisegruppe übernahm. Nach einem freundlichen Willkommensgruss und einer kurzen Einleitung sind wir zur eigentlichen Werkstätten-Besichtigung gestartet. |
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Übersicht:
Leistungsangebot:
Produktionsmittel:
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Wir haben alle Abteilungen besucht. So unter anderem die Fahrzeugwerkstätte, die Kleinunterhaltsanlage und verschiedene kleinere Werkstätten, wie die Malerei, die Elektromotoren-Werkstatt, die Schlosserei und die Lehrlingsabteilung. In jeder Abteilung wurde uns alles erklärt und wir hatten genug Zeit um uns ausgiebig umzusehen Photos zu machen. In der Schreinerei wurde uns erklärt, dass man bei der RM eine Marktlücke mit dem Revidieren von Aussenschwing-Türen gefunden habe. Diese werden neu aufgebaut und mit hochwertigem Isoliermaterial gefüllt. Wir konnten überall reinschauen, innen und außen herumgehen wirklich alles besichtigen. In der Fahrzeughalle waren verschiedene Fahrzeuge in Revision. Unter anderem De 586, RBDe 566 I und verschiedene thermische Traktoren der RM und privaten Firmen. Auch die Be 4/4 181 war zu sehen, welche gründlich revidiert, auf den künftigen Einsatz als historisches Fahrzeug vorbereitet wurde. Ebenfalls in der Halle gibt es eine Unterflurradsatz - Drehmaschine, welche es ermöglicht, Radsätzen abzudrehen, ohne dass die Achsen von unter dass Triebfahrzeugen abgenommen werden müssen. Auch eine Absenkanlage zwischen Fahrzeughalle und der Kleinunterhalts-Abteilung ist vorhanden. Abgenomme Unterteile können so einfach hin und her transportiert werden. Am Ende der Besichtigung gab es noch ein schönes Angebot; wir konnten u.a. Lokomotiv-Wappen, Fabrik-Schilder und viele Original Bahnutensilien zu sehr fairen Preisen kaufen . Vor der Werkstätte wurde extra für uns eine Triebfahrzeugparade aufgestellt. Wir konnten uns darin frei bewegen und wurden lediglich zur Vorsicht gemahnt, weil die Geleise gleich neben der Werkstätte natürlich normal befahren wurden. Die RM zeigte uns u.a. eine Re 436 (Re4/4 III) und eine Re 456 im Colani-Look. Auch einige Be 4/4, Traktoren, ein Pendelzug und verschiedene Dienstfahrzeuge waren zu sehen. Ein sehr interessanter Besuch wofür ich Herrn Beutler und seinen Mitarbeiter an dieser Stelle nochmals herzlich danken möchte. Besonders die freie Art der Besichtigung verlieh diesem Besuch (wie auch schon vergangenes Jahr bei der BLS) einen bisher ungekannten relaxten Charakter eines Werkstättenbesuches. |
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Nachdem wir von der Werkstätte zum Bahnhof Oberburg zurückgelaufen waren, sind wir mit der RX 4924 um 11:57 Uhr nach Hasle-Rüegsau weiter gefahren. Dort angekommen haben wir uns in zwei Gruppen unterteilt. Während die erste Gruppe ins Fernsteuer-Zentrum gegangen ist, begab sich die zweite Gruppe in das dem Bahnhof gegenüberliegende Weiße Kreuz und hat, wie auch später die Gruppe 1, sehr gut gespiesen. Ich bin nicht so technisch bewandert, sodass ich nicht viel von dieser |
In Hasle-Rüegsau begann mit der Eröffnung am 21. Juli 1899 die Strecke nach Thun, wie dies der schöne alte Kilometer-Stein 0 im Bahnhof heute noch zeigt. |
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Das Programm sah vor, um 14.00 Uhr in Richtung Burgdorf abzufahren und genau so geschah es auch. 40 Leute sind vielleicht ein bischen viel für solch einen relativ kleinen Triebwagen, aber wir konnten auch über dass Gepäckabteil verfügen. Die meisten von uns hatten damit überhaupt kein Problem, weil sich uns so die Gelegenheit bot, die Fahrt aus Lokführersicht im Führerstand zu verbringen.
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Haben wir Ihr Interesse an unseren regelmässig durchgeführten Vereins-Reisen geweckt? Dann besuchen Sie unsere Seite mit dem Jahresprogramm. Da finden Sie detaillierte Reise-Infos und Sie können unkompliziert mit dem Online-Formular buchen. Unsere Eisenbahn-Exkursionen stehen natürlich allen Eisenbahnfreunden offen. |
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