SEAK Portrait


Ein wenig Geschichte

Der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich oder einfacher der SEAK, war der erste von heute rund 150 Vereinen von Eisenbahnfreunden in der Schweiz. Von diesen Klubs sind beinahe 90 im Dachverband Schweizerischer Verband Eisenbahn-Amateur, kurz SVEA, zusammengeschlossen. Auch da war der SEAK bei der Gründung 1947 massgeblich beteiligt. Der SVEA zeichnet als Herausgeber des Eisenbahn Amateur - einer monatlich erscheinenden, repräsentativen Eisenbahnzeitschrift im A4-Format, die sich allen Bereichen der Bahn widmet.

Der SEAK erlebte seine Geburtsstunde am 30. März 1933 - zu einer Zeit in der die Passion Modelleisenbahn mehr als Spinnerei, denn als ernstzunehmendes Hobby angesehen wurde. So verwundert es nicht, dass sich die ersten Enthusiasten beinahe konspirativ zu ihren Versammlungen trafen. Sie liessen sich aber nicht entmutigen und sprachen in der Folge auch bald gleich gesinnte Eisenbahnfreunde an. Die zum Teil spektakulären Veranstaltungen des SEAK fanden regen Zuspruch. So wuchs der Verein im Laufe der Zeit zu seiner heutigen Grösse von rund 500 Mitgliedern und Sympathisanten vor allem aus Schweiz, aber auch von allen Herren Länder. Neben dem Querschnitt durch alle Altersklassen und Berufsgattungen, ist vor allem der hohe Frauenanteil erfreulich.

 

Die Zukunft

Trotz des erreichten Pensionierungsalters geht der SEAK keineswegs in Pension - ganz im Gegenteil! Mit einer Reform der kompletten Klubaktivitäten, der gründlichen Revision der Statuten und der Wahl eines initiativen Vorstands-Team mit jungen und älteren Mitgliedern, sowie einem innovativen Präsidenten, hat der SEAK die Weichen schon früh für die Herausforderungen des neuen Jahrtausends gestellt. Ein regelmässiges, aktives Klubleben fördert das Gemeinschaftsgefühl der Mitglieder und sorgt für Unterhaltung das ganze Jahr hindurch. Wen wundert’s, dass mit der Zeit richtige Freundschaften entstanden, die weit über das Klubleben hinausgehen.

 

...und heute?

Während die meisten anderen Klubs dem gemeinsamen Modellbau frönen oder historische Fahrzeuge restaurieren und betreuen, widmet sich der SEAK vor allem dem Vorbild; der so genannten Grosstraktion. Von Frühjahr bis Anfang Dezember werden ein- oder mehrtägige Reisen zu interessanten Eisenbahn-Sehenswürdigkeiten in nah und fern veranstaltet, die wie alle übrigen Klubaktivitäten grundsätzlich allen Eisenbahnfreunden offen stehen. Extrafahrten mit historischen Zügen gehören genauso dazu, wie Blicke hinter die Kulissen in Depots, Werkstätten oder Fabriken. Dabei darf es auch einmal einen Abstecher zu anderen öffentlichen Verkehrsmitteln oder kulturgeschichtlich bedeutenden Stätten sein. 

Dass bei SEAK-Exkursionen auch die kulinarischen Genüsse gepflegt werden, ist schon fast sprichwörtlich. Daneben finden ebenso viele Monatsversammlungen im Restaurant Bahnhof in Zürich-Wollishofen, mit Fachreferaten über die ganze weite Welt der Eisenbahn-Liebhaberei, statt. Ebenfalls monatlich ist unsere Bibliothek mit vielen hundert Eisenbahn-Büchern und Zeitschriften in unserem Vereinslokal im Bahnhof Zürich-Tiefenbrunnen geöffnet. Betreute Internet-Arbeitsplätze bieten dabei auch für Nicht-Computerfreaks einen Einblick in die Welt des globalen Datennetzes. Auch hat es genügend Platz im Terminkalender für gesellige Anlässe wie Kegelabende oder eine gemütliche Schifffahrt. Unsere Mitglieder erhalten neben unserer eigenen Vereinszeitschrift Anschlussgleis ein Abo des erwähnten Eisenbahn Amateur.

 

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05.05.11