Das Suchtpräventionstram der Stadt Zürich Ein neues Sondertram auf der VBZ Züri-Linie |
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Seit dem 18. Juni rollt in Zürich ein neues Sondertram, das Suchtpräventionstram, über die Schienen. Das Fahrzeug wirbt für Wohlbefinden anstelle von Abhängigkeit. Unter dem Motto "Eindrücke berauschen, Gefühle fahren ein" will es während zwei Jahren zeigen, welche Kräfte und Umstände vor Sucht schützen können. Erneut wurde ein Wagen der Serie "Tram 2000" Be 4/6 gewählt. Das Suchtpräventionstram verkehrt als Solowagen auf den Linien 8 und 15. |
| Für das
Design des augenfälligen Fahrzeugs zeichnet Eva Theiler aus Zürich verantwortlich,
während Konzept und Texte von Alain Picard, ebenfalls aus Zürich, stammen. Das neue
Zürcher Sondertram wird während zwei Jahren verkehren und neben dem regulären
Liniendienst auch kulturelle Veranstaltungen im und um's Tram anbieten.
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| Suchtprävention auf Schienen | |
| Die VBZ Züri-Linie hat in der Vergangenheit schon häufig mit einer
speziellen Aussengestaltung ihrer Fahrzeuge die Blicke der Vorbeigehenden angezogen.
Zweifellos wird das auch beim Suchtpräventionstram geschehen. Diesem Tram haften jedoch
Eigenheiten an, die es von den früheren Fahrzeugen unterscheiden. Ging es bei den
bisherigen Sondertrams in erster Linie darum, auf aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen
oder Institutionen aufmerksam zu machen, so verfolgt das Suchtpräventionstram ein Ziel,
das darüber hinausgeht: Es will die Fahrgäste nicht auf der rein
"vernünftigen" Ebene ansprechen und sie beispielsweise über die Schädlichkeit
von Suchtmittein informieren, sondern es will eine Atmosphäre, die den Menschen vor einer
Sucht bewahren kann, erlebbar machen. Durch unerwartete Sinneseindrücke beim Tramfahren
vermittelt das neuartige Fahrzeug Wohlbefinden und sensibilisiert die Leute für das Tema
Suchtprävention.
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| Ein Suchtpräventionstram für Zürich | |
| Die Initiative, Suchtprävention im Alltag mit einem Tram sichtbar
zu machen, stammt von Christian R. Spleiss. Der Inhaber der Zürcher Bauunternehmung
Robert Spleiss AG ermöglicht das Tram gemeinsam mit 12 weiteren Gönnern und über 60
Förderern. Unter der fachlichen Leitung der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich und
unterstützt durch die VBZ ist ein Tramwagen entstanden, dessen Design und Interieur
Wohlbefinden vermitteln und in vielfältiger Weise zeigen soll, dass Menschen seltener
krank oder süchtig werden, wenn sie ihre eigenen Gefühle wahrnehmen und sie zulassen.
Der ungestörte Zugang zur eigenen Gefühlsvielfalt ist ein wichtiger Schutzfaktor vor Sucht und Abhängigkeit, erklärte Urs Abt, Leiter der Suchtpräventionsstelle anlässlich der Tramtaufe beim Zürcher Bellevue. Die Fahrgäste des Suchtpräventionstram sollen sich auf eine Reise zu sich selbst zu begeben. Mit wechselnden Themen will das Tram in den kommenden zwei Jahren Impulse im Alltag setzen. Während die Startphase ganz Gefühlen, Sinneserfahrungen und Wohlbefinden gewidmet ist, sind Risiko und Schutz im Herbst die Hauptthemen. Der Jahreswechsel steht im Zeichen von Hilfe geben und Hilfe annehmen. Im Frühjahr wird das Tram für Jugendliche im Einsatz sein. Es wird ihre Wünsche und Sorgen, aber auch ihre Suche nach einer eigenen Identität aufzeigen. Anlässlich der Tramtaufe am 17. Juni 1999 übergab Christian R. Spleiss den Tramwagen offiziell Urs Abt und der Suchtpräventionsstelle. Als Botschafter für Lebensqualität wird er regelmäßig auf den Linien 8 und 15 verkehren. Zusätzlich sind Extrafahrten in alle Quartiere sowie Gesprächsrunden, Musik- und Theaterveranstaltungen im Tram geplant. Gemeinnützige Organisationen wie Elternvereine oder Quartiergruppen haben die Möglichkeit, das Suchtpräventionstram für ihre Veranstaltungen zu günstigen Konditionen zu buchen. |
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