Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK
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Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde


Aufnahmen und Texte, sofern nicht anders angegeben, von Bernhard Ledermann


Der 2er in Schlieren

Seit dem 02. September 2019 fahren die Trams auf der Linie 2 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) wieder nach Schlieren. Denn an diesem Datum nahm die Limmattalbahn die erste Etappe vom Farbhof nach Geissweid in Betrieb. Mehr darüber kann u. a. unter dem Link https://www.limmattalbahn.ch/home/projekt/linienfuehrung.html entnommen werden.

Grund genug für den SEAK, seine traditionelle morgendliche GV-Exkursion diesem Teilstück zu widmen. Nach Stärkung mit Café und Gipfeli mittels angeregten Gespräche bei bester Stimmung im Clublokal beim Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen warteten am 01. Februar 2020 die für die Extrafahrt angemeldeten Teilnehmer bei (noch sonnigem) Wetter auf dem Bild 2984 an der Bellerivestrasse am Zürichsee auf „Ihren Mirage“ und zwar auf den Be 4/6 1674, welchen die VBZ im Mai 1968 von den Lieferfirmen übernahm. Die gesamte Serie der Be 4/6 der VBZ umfasste 126 dieser Tramzüge, welche die VBZ in der Zeitspanne von 1966 – 1969 in Betrieb setzte. Der im Volksmund und bei den öV-Fans verwendete Übername „Mirage“ entstand, weil ähnlich wie bei den gleichzeitig von der Schweizer Luftwaffe beschafften Kampfflugzeuge vom Typ Mirage zu einer Kostenüberschreitung kam. Mehr über diese 20‘900 mm langen (LüP) Doppel-Gelenk-Tramzüge mit ihrem typischen 1960er Feeling kann via https://de.wikipedia.org/wiki/VBZ_Be_4/6_(Mirage) entnommen werden. 

 

Nach der herzlichen Begrüssung durch die VBZ-Tramführerin sowie durch das Ablichten im Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen mit einem Cobra-Tram mit der Fassade des runden Gebäudes der Pioneering Ventrures AG (Bild 2985) fuhren die gut gelaunten SEAKler via Paradeplatz - Stauffacher - Letzigrund in Richtung Farbhof. Vom Farbhof befuhr dann der gut 52 jährige Doppel-Gelenk-Tramzug über die Stadtgrenze in Richtung Schlieren. An der neuen Haltestelle auf dem Stadtplatz Schlieren Bild 2987  konnten die SEAK-Delegation den legendär auch den Kern rund um die Tramhaltestelle, welche auch von der heutigen Gesellschaft stark geprägt wird wie mit dem Lilie Shoppingpoint im Hintergrund sowie auch dem mobilen Imbiss-Stand. Jedoch beachten wir auch die futuristische Architektur von der Dachpartie der Haltestelle am Stadtplatz von Schlieren, dieser Name natürlich auch heute noch ein Begriff mit der legendären „Wagi“ resp. SWS. Denn die SWS war zusammen mit der SIG für den wagenbaulichen Teil der Be 4/6 des Typs „Mirage“ zuständig. Betreffend Tram nach Schlieren, denn von 1900 konnte man mit der damals eigenständigen Limmattal-Strassenbahn von Altstetten nach Dietikon sowie Weiningen fuhren. Bereits 1931 fuhr die LSB nur noch bis Schlieren und zwar als 2er-Tram. 1955 stellten die damaligen Städtischen Verkehrsbetriebe Zürich infolge schlechtem Gleiszustand den Abschnitt von Schlieren zum Farbhof auf Trolleybus-Betrieb um. An der aktuellen Endhaltestelle Geissweid konnte der Be 4/6 1674 wieder fotografiert werden. Wie die Bilder 2992 und 2994 zeigen sehen wir da zwei Epochen mit dem Tram aus der zweiten Hälfte der 1960er Jahren sowie die modernen in diesem Jahrtausend erstellen Wohnblöcke mit ihren blauen Balkonverglasungen. 


Auch das Bild 2995 zeigt Schlieren in der heutigen Zeit mit den modernen Wohnblocks sowie der Parkanlage bei der Tramschlaufe Geissweid mit den zwei Tram 2000 im fahrplanmässigen Einsatz auf der Linie 2.  Bei den Bildern 2990 und 2998 konzentrieren wir uns noch einmal auf den Be 4/6 1674 von beiden Seiten mit dem entsprechend dazugehörenden Logo auf beiden Kastenseiten, sowie auch der gelben Routentafel der Linie 13 im mittleren Kastenteil. Die Gesamtmasse dieses Tramzuges beträgt 25,8 t und die Vmax 60 km/h. Weiter bieten diese "Mirage 175 Plätze an davon 47 Sitzplätze.

Die Extrafahrt führte den SEAK von Schlieren Geissweid zurück via Paradeplatz - Bahnhof Enge nach Morgental, wo dann die Teilnehmer mittels VBZ-Trolleybus der Linie 72 bis Thujastrasse sowie anschliessendem Fussmarsch ihr Versammlungslokal erreichten.

Auch diese Tramfahrt wird den Teilnehmenden in guter Erinnerung bleiben. Dazu gehört ein grosses herzliches Dankeschön der Tramführerin Frau Silvia Goldinger, den Frauen Natascha Foresti und Melinda Wanner, alle von der VBZ für das Zusammenstellen und der Durchführung dieses Tram-Extrafahrt durch die Stadt Zürich nach Schlieren sowie SEAK-intern den Herren Werner Baumann, Hans Weiss und Peter Michel für ihre Mitarbeit zum Zustandekommen dieser Exkursion.

 
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